IT Sicherheit in Unternehmen unzeitgemäß
Die IT Sicherheit in Unternehmen ist noch nicht angepasst an die zunehmende private Nutzung der Firmennetzwerke. Es mangelt vor allem am richtigen Support der IT Abteilungen und der Vorgabe von Nutzungsrichtlinien. Außerdem haben die meisten Unternehmen eine völlig falsche Vorstellung von den Nutzungsgewohnheiten ihrer Angestellten. Eine Studie befragte über 1000 IT-Anwender und CIOs aus deutschen, englischen, belgischen und niederländischen Unternehmen. Der Studie des Marktforschungsunternehmens IDC zufolge sind die Firmen nur unzureichend auf veränderte Anforderungen vorbereitet, die neue Consumer Technologien mit sich bringen. Mit der steigenden Bedeutung von Social Media Kommunikation im Netz mischen sich persönliche Daten und Unternehmensinformationen in den Netzwerken der Firmen. Ein weiteres Problem für die IT Sicherheit stellen laut IDC fehlende Richtlinien zur Nutzung von Social Media Kanälen und privaten Endgeräten dar. Unzureichend ist auch der Support der IT Abteilungen für die Mitarbeiter in Sachen Sicherheitsfragen. Kaum eine Firma hat eine angemessene Antwort darauf, wie mit Unternehmensinformationen bei mobilen Anwendungen umgegangen werden soll. Die Einschätzungen der IT Leiter unterscheiden sich gravierend von dem tatsächlichen Gebrauch von privaten Endgeräten und Social Media Foren.
IT Sicherheit durch steigende Social Media Nutzung gefährdet
In Deutschland nutzt fast ein Drittel der Unternehmensmitarbeiter Smartphones oder Android-Handys für ihre Arbeit. Allerdings gehen nur 14 Prozent aller befragten Arbeitgeber von einer firmenbezogenen Anwendung aus. Umgekehrt verhält es sich bei der Social Media Nutzung: Über die Hälfte der Arbeitgeber nehmen an, dass Medien wie Facebook oder Xing während der Arbeitszeit genutzt werden. Der Studie zufolge verkehren jedoch nur 37 Prozent aller Arbeitehmer auf Social Media Seiten. 40 Prozent der Arbeitgeber stehen dem positiv gegenüber und sehen keine Notwendigkeit, verbindliche Nutzungsvorgaben für ihre Mitarbeiter einzuführen. Der geschäftliche Gebrauch der Online-Netzwerke soll aber in Zukunft ausbaut werden, um die Kommunikation mit Angestellten und Kunden zu intensivieren. Eine potentielle Gefahr für die IT Sicherheit, der Unternehmen mit Spielregeln für den Umgang mit Social Media entgegen treten sollten.
IT Sicherheit in Unternehmen verbindlich regeln
Obwohl die Vorkehrungen für die IT Sicherheit offenbar auf ein Minimum reduziert sind, vertrauen fast drei Viertel der IT Verantwortlichen auf die eigene IT Sicherheit. Dennoch können 52 Prozent der Unternehmens Anwender private Daten und Dokumente im Unternehmensnetzwerk speichern. IT Sicherheit bestehe aber gerade darin, ” den Arbeitnehmern Zugang zu den Unternehmensdaten zu gewähren, die sie brauchen, ohne dabei ein Sicherheitsrisiko eingehen zu müssen”, kommentiert Eddie Wakelam von Unisys, dem Auftraggeber der Studie. IDCs Fazit für die Unternehmen lautet, sich möglichst schnell auf neue Nutzungsgewohnheiten im Web 2.0 einzustellen und die IT Sicherheit innerhalb der Firmen verbindlich zu regeln.
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