Malware Entwicklung auf Rekordniveau

Nie zuvor war das Malware Aufkommen so hoch wie im Jahr 2010. Experten rechnen für dieses Jahr mit mehr als 2 Millionen neuen Schadprogrammen. Besonders betroffen von der Malware Flut sind Nutzer von Windows und Social Media Foren. Trojanische Pferde machen den Hauptteil der Malware Produktion aus.Der Sicherheitsexperte G Data verzeichnte für dieses Jahr einen extremen Anstieg an Malware Programmen. Statistisch gesehen produzieren die Malware Autoren in aller Welt damit mehr als vier neue Schadprogramme pro Minute. Der absolute Höchststand seit das Malware Aufkommen gemessen wird. Die häufigsten Angriffsziele sind Windows PC’s und Social Media Nutzer. Aufgrund der weltweiten Dominanz von Microsofts Betriebssystem verzeichnen Windows Rechner auch die meisten Malware Angriffe: 99,4 Prozent aller Malware haben Winows-Betriebssysteme zum Ziel.

Malware gezielt für Social Media eingesetzt

Mehr als jeder zweite Deutsche nutzt inzwischen Social Media Netzwerke wie Xing oder Facebook. Entsprechend hoch ist die Anziehungskraft für die organisierte Internetkriminalität. Mit speziell auf Social Media ausgelgter Malware haben sie es auf persönliche und Zugangsdaten der Mitglieder abgesehen.  Das ist eine leichte Übung für die Malware Produzenten, weil die meisten Social Media Nutzer sorglos mit ihren Zugangsdaten ebenso wie mit der Veröffentlichung von persönlichen Daten umgehen. Datendiebstahl ist ein lohnender Teilbereich der Internetkriminalität. Denn mit dem Verkauf und der illegalen Nutzung von Online-Profilen lässt sich viel Geld verdienen.

Malware: Die Top 5

Wie schon die letzten Jahre zuvor sind Trojanische Pferde mit über 40 Prozent Anteil die am häufigsten vorkommenden Malware Typen.  Der größte Teil davon sind gefälschte Anti-Viren-Software und so genannte Erpressersoftware. Diese blockiert viele Anwendungen des Rechners. Gegen eine Zahlung wird die Malware wieder entfernt. Etwa ein Fünftel der Malware geht auf Downloader-Software zurück.  Sie gelangt meist über Download Fälschungen von vertrauenswürdigen Webseiten auf die Rechner.  Knapp 13 Prozent machen Spyware Programme aus. Größtenteils müssen User im Bereich Social Media und Online-Banking damit Bekanntschaft machen. Die Malware dient dazu, an Zugangsdaten und Passwörter zu gelangen. Auf den vierten Platz kommt Backdoor Malware. Diese Art versucht, über einen Fernzugriff die Kontrolle über den Rechner zu erlangen. Häufig werden solche ferngesteuerten Computer dann in botnets eingebunden, die zur massenhaften Verbreitung von Spam verwendet werden. Auf dem fünften Platz landet der Computer Wurm, von dem es 2010 bereits über 53.000 veschiedene Varianten gibt.

Genauere Informationen zur Malware Industrie erhalten unter scuritymanager.

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