Ein Passwort – alles geknackt
Das Passwort besteht aus sechs Buchstaben ohne Zahlen und wird für den Online Banking-, Email- und Facebook-Account genutzt. Ist einfach zu merken, aber auch sehr gefährlich. Eine aktuelle Umfrage zeigt, wie lax viele mit dem Thema Passwort umgehen. Das ist nicht nur für sie persönlich gefährlich, sondern potentiell auch für ihre Arbeitgeber. Denn häufig wird ein Passwort für viele Anwendungen genutzt. Für Internetkriminelle ist ein universelles Passwort ein praktischer Service und eine enorme Arbeitserleichterung.
Einer Umfrage des Antiviren-Experten Bitdefender zufolge verwenden fast 75 Prozent der User nur ein einziges Passwort für mehrere Online-Accounts. Ein solcher Leichtsinn macht die Arbeit von Internetkriminellen einfach: Sie müssen nur ein Passwort knacken um in die gesamte Internet-Privatsphäre eines Users einzudringen. Über zwei Drittel besitzen mehr als fünf Passwort -geschützte Benutzerkonten. Zudem benutzt ein Großteil der Umfrageteilnehmer Passwörter mit lediglich sechs Zeichen Länge, bestehend aus wenig komplexen Buchstaben-Kombinationen. Diese sind für professionelle Hacker eine leichte Beute. Ein sicheres Passwort sollte mindestens acht Zeichen enthalten, die Kombinationen aus Buchstaben, Zahlen und Groß- und Kleinschreibung sind.
Zu sorgloser Umgang bei Passwort Nutzung
Generell zeigt die Bitdefender-Umfrage, dass die meisten Privatuser viel zu sorglos mit dem Thema Passwort umgehen und sich somit unnötig zur leichten Beute von Internetkriminellen machen. Etwas mehr Phantasie und Abwechlungsreichtum bei der Passwort Wahl, erfordern zwar etwas mehr Aufwand, bringen aber sehr viel mehr Sicherheit. Wen die Vielzahl an Passwörtern überfordert, kann sich elektronischer Passwort Manager bedienen. Der persönliche Umgang mit Daten, jedoch ist Einstellungssache. Auch hier kam Bitdefender zu einem bedenklichen Ergebnis: Mehr als zehn Prozent der Teilnehmer gaben den Befragern freiwillig ihr Passwort.
Passwort Muffel: Bedrohung auch für Unternehmen
Die private Internetnutzung kann aber auch Folgen für Arbeitgeber haben. Gerade wenn Privatnutzer aus Gewohnheit ihr privates Passwort auch geschäftlich verwenden. In diesem Fall haben Hacker ein Passwort für private und betriebliche Daten auf einen Streich. Ein anderer Fall ist die Nutzung privater Endgeräte zu Arbeitszwecken. Dies können etwa Wechseldatenträger mit Firmendaten sein. Auch Smartphones, von denen aus auf Firmendateien zugegriffen wird, waren in der Vergangenheit immer wieder Ziel von Datenräubern. Denn der beste Passwort Schutz in der Firma bringt nichts, wenn sich die Firmendaten auf schlecht geschützten privaten Rechner befinden. Hier gilt ebenso: Das Passwort sollte komplex sein und nur für einen Zugang benutzt werden. Es empfiehlt sich darüber hinaus das Passwort in regelmäßigen Abständen zu wechseln.
Mehr über die Bitdefender-Umfrage auf it-markt.ch
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