IT Sicherheit fördert Unternehmenserfolg: 8 Tipps
Montag, Oktober 11th, 2010Systemausfälle, Hackerangriffe, Datenlecks und Datendiebstahl kosten Unternehmen jährlich Millionen. Je abhängiger Firmen und Behörden von IT-Systemen sind, desto wichtiger ist für sie die IT Sicherheit. Immer neue Regulierungsvorschriften und Sicherheitsstandards werden zum Problem für Unternehmen. Das muss aber nicht sein: Acht Tipps zum Thema IT Sicherheit, deren Befolgung Ihrem Unternehmen zugute kommt.
Eine Studie vom Institute of Technology der Universität New Jersey untersucht, wie Unternehmen in der Praxis mit den Themen IT Sicherheit und Compliance umgehen. Ein Hauptproblem der Unternehmen ist, dass IT Sicherheit und Compliance meistens als Projekt verstanden werden, nicht als kontinuierlicher Prozess. Folglich ist das Ergebnis der Maßnahmen eher “ein Suche nach dem Schuldigen für den Misserfolg statt einer erfolgreich verbesserten Sicherheit der eigenen IT“, fasst Gene Kim, eine der Studienleiterinnen die Kernaussage der Studie zusammen. Denn krisengesteuerte Problembehebung ist nur Symptombekämpfung. Um aber die IT Sicherheit für das eigene Unternhemen zu gewährleisten, empfehlen die Forscher die systematische Umsetzung einiger Regeln und Prozesse:
1. Bewusstsein schaffen:
Für die Umsetzung der IT Sicherheit ist ein grundlegendes Verständnis der Geschäftsführung und der Mitarbeiter sehr wichtig. Ein allgemeines Bewusstsein für Gefahren und Anforderungen der IT Sicherheit sollte in den Köpfen aller Mitarbeiter verankert sein. Dies kann durch Schulungen, Workshops oder IT-Policies für alle Mitarbeiter umgesetzt werden.
2. Unternehmenserfolg und IT Sicherheit gehören zusammen
Geschäftsleitung und IT-Verantwortliche sollten klare Ziele ausgeben, mit welchen Maßnahmen IT Sicherheit im Unternehmen umgesetzt werden soll. Konkret kann dies durch allgemein verbindliche Forderungen zum Datendownload bis hin zu Anleitungen für den Umgang mit Firewalls zur Anwendung kommen. Ohne diese Vorgaben bekommt jede Firma früher oder später Probleme mit der IT Infrastruktur, die wichtige Geschäftsprozesse im Extremfall zum Erliegen bringen können.
3. Sicherheit messbar machen
Unternehmen sollten messbare Indikatoren festlegen, welche die IT Sicherheit einer Firma beschreiben. Dies können Auswertungen der Virenerkennungsprogramme oder die statistische Dokumentation von Hackerangriffen und deren Auswirkungen auf das Unternehmen sein. Damit lassen sich Erfolge in der IT Sicherheit nachweisen aber auch Schwachstellen offenlegen.
4. Kontrolle des Informationsflusses
Ein Unternehmen sollte in der Lage sein, zu dokumentieren, wann sensible Daten die Firma verlassen und wo sie abgespeichert werden. Denn viele Geschäftsunterlagen sind nicht für die Öffentlichkeit bestimmt. Verhindern lässt sich der Datenabfluss beispielsweise durch Kopiergeschützte Dokumente, der Erfordernis von Freigaben für die Herausgabe von Daten oder einer eingeschränkten Nutzung von Wechseldatenträgern.
5. Verantwortung festlegen
Für jeden wichtigen Geschäftsprozess sollte ein Verantwortlicher für Kontrolle und Einhaltung der Vorgaben für Compliance- und IT Sicherheit bestimmt werden.
6. Kontinuierlich Sicherheitstests durchführen
Regelmäßige Überprüfung von IT-Prozessen, Programmen und Konfigurationen auf Compliance und IT Sicherheits- Vorgaben. So können Datenlücken und Schwachstellen der IT Sicherheit frühzeitig erkannt und behoben werden.
7. Fehlerbehebung dokumentieren
Die Prüfung und Dokumentation, wie aufgedeckte Sicherheitsmängel beseitigt werden, ist die Grundlage für jedes Desaster-Management. Ein Erfahrungsschatz für Notfälle hilft mit Krisen schnell und effizient umzugehen.
8. Sicherung der gesamten IT-Infrastruktur
Alle wesentlichen Veränderungen der IT-Infrastruktur haben Auswirkungen auf die IT Sicherheit. Bestehende Verantwortlichkeiten, Kontrollen und Vorgaben sollten auch auf neue Programme oder Anwendungen bezogen werden. Häufig müssen dafür Konfigurationen neu eingestellt oder Sicherheitsprogramme erneuert werden. Der Aufwand wird geringer sein als die Behebung eines entstandenen Schadens durch ein Datenleck.
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